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Bulgarien

St. Trinity

Bulgarien: ein fremdes Land, kaum jemand spricht Englisch, es herrschen komplett andere Sitten – und mitten drinnen meine Freundin und Kletterpartnerin Martina Harnisch und ich. Gleich am ersten Tag merkten wir ‚ohne einem „lokal“ geht hier nichts. Ivailo Krastev, ein bulgarischer Kletterer bot uns freundlicher Weiße seine Hilfe an und so schafften wir es schlussendlich doch noch einen Felsen zu Gesicht zu bekommen.

Wir stellten unseren Wecker auf 7 Uhr, schließlich wollten wir den Tag ausnutzen. Mit Klettersacken bepackt und einem Zettel in der Hand erkämpften wir uns regelrecht ein Taxi. Auf dem Zettel stand die bulgarische Wegbeschreibung von Ivailo, wie man zum Klettergebiet kommt. Wir drückten diese dem Taxifahrer in die Hand und los ging es. Wir fuhren einer alten Straße entlang bis zu einem Kloster. Dort stiegen wir aus, machten dem Taxifahrer klar, dass er uns hier um 6 wieder abholen sollte und gingen dem Felsen entlang bis zu einer Höhle.

Der Fels war versintert, etwa 30m hoch und das Klettern machte riesen Spaß. Ich konnte die 7c+-Route „Fire blade“ flashen, welche an der rechten Seite der Höhle empor zog. „Shopska Salat“ 8a (etwas links von der Höhle in einem flacheren Sektor) gelang mir on-sight und dann probierte ich noch “Gladiator“ 8b. Ich fiel etwa bei der Hälfte an einem Sloper, konnte sie jedoch dann im 2.Versuch durchsteigen.
Vor lauter klettern. Merkten wir gar nicht wie schnell die Zeit verging. Als wir auf die Uhr schauten war es bereits halb 6. Wir packten etwas traurig, dass es schon so spät ist unsere Sachen und gingen zum vereinbarten Treffpunkt.

Doch wer kam und kam einfach nicht? – Richtig, der Taxifahrer. Wir überlegten was wir machen sollten, Ivailo hob nicht von seinem Handy ab und sonst war weit und breit nichts außer Feldern. Langsam begann es zu dämmern und wir beschlossen zu Fuß in Richtung Stadt zu gehen.

Nach 1 Stunde liefen wir noch immer auf der alten Straße, mittlerweile war es Stock dunkel. Und plötzlich wie in einer Gruselgeschichte bewegte sich etwas neben der Straße. Es war nicht ein sondern gleich an die zwanzig Hunde die bellend auf uns zu kamen. Wir gingen begleitet durch die bellende Hundemeute langsam weiter bis sie endlich stehen blieben und umkehrten.
Wir gingen noch eine halbe Stunde und dann sahen wir endlich die Lichter der Stadt. Vollkommen erledigt vielen wir wenig später in unsere Betten und dachten belustigt an den Tag zurück.

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